Herbst

Ich sah den Wald sich färben;
die Luft war grau und stumm;
mir war betrübt zum Sterben,
und wußt es kaum warum.

Durchs Feld vom Herbstgestäude
hertrieb das dürre Laub;
da dacht' ich: Deine Freude
ward so des Windes Raub.

Emanuel Geibel

Ursula Steig u. Irene Wilke 09 / 2011